Eisen und Mangan im Wasser

 

Enteisenung und Entmanganung

Im Trinkwasser dürfen nach Trinkwasserverordnung nicht mehr als – 0,2 mg/l Eisen bzw. – 0,05 mg/l Mangan vorhanden sein. Im Wasser enthaltenes Eisen ist zwar nicht gesundheitsschädlich (außer Sie nehmen täglich über lange Zeit mehr als das 10-fache der empfohlenen Menge von 10-15 mg auf), es führt aber zu Inkrustationen in Rohrleitungen und Armaturen. Diese Ablagerungen verringern die Fließgeschwindigkeit des Wassers und können die Rohrleitungen komplett verstopfen.
In früheren Zeiten sind dadurch enorme Schäden an öffentlichen Trinkwassersystemen entstanden. Weiterhin siedeln sich bestimmte Mikroorganismen wie Gallionella sehr gerne in eisenhaltigem wässrigen Milieu an. Durch Stoffwechselvorgänge wird das Eisen-II zu Eisen-III umgewandelt und im Organismus eingelagert.
Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes Eisenfresser und sind daher in Enteisenungsanlagen durchaus erwünscht. Da sie aber meterlange gallertartige Kolonien bilden können, und dies zur Verstopfung der Rohrleitungen führt, sind sie im Rohrleitungsnetz nicht gerne gesehen. Haben Sie eine eigene Wasserversorgung müssen Sie Ihr Wasser gemäß Trinkwasserverordnung aufbereiten. Braune Verockerungen in der Brunnenfassung sind sichere Hinweise auf eisenhaltiges Wasser. Mangan führt wie beim Eisen beschrieben allerdings zu sehr harten Ablagerungen.
Weiterhin können hohe Mengen zur Schwarzfärbung des Wassers führen. Ebenso wie Eisen ist Mangan ein wichtiges Spurenelement. Wie immer, wenn übertrieben wird, kam es lediglich bei massiven langjährigen Gaben von Manganpräparaten zur Störungen des Zentralnervensystems.